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Gottesdienst zum Mitlesen

Glockengeläut

Kantor: Orgelvorspiel

Lek: Begrüßung + Wochenspruch

 

STILLE

Pfn: Votum – Gruß- Psalm 27 (Gott ist mein Licht)

Eingangsgebet:

Ach Gott,

höre, was wir dir sagen:

von den Sorgen und Nöten, vom Unheil der Welt, von Dank und Freude.

Ach, Gott,

höre, was wir niemals sagen:

von unseren Zweifeln und der Sehnsucht nach mehr.

Von der Ungeduld mit den anderen und mit uns, von der Ohnmacht.

Ach, Gott,

wie sollen wir dich hören, wie sollen wir dir zuhören?

Und wie verstehen, was wir hören?

Ach, Gott,

schenke du uns deine Gegenwart.

Segne unsere gemeinsame Zeit. Amen.

Gem.:         HuE: 1 Ich sing dir mein Lied 

Zu Hause können Sie natürlich    mitsingen:

Ich sing dir mein Lied, in ihm klingt mein Leben.
Die Töne, den Klang hast du mir gegeben
von Wachsen und Werden, von Himmel und Erde,
du Quelle des Lebens, dir sing ich mein Lied.

Ich sing dir mein Lied, in ihm klingt mein Leben.
Den Rhythmus, den Schwung hast du mir gegeben
von deiner Geschichte, in die du uns mitnimmst,
du Hüter des Lebens. Dir sing ich mein Lied.

Ich sing dir mein Lied, in Ihm klingt mein Leben.
Die Tonart, den Takt hast du mir gegeben
von Nähe, die heil macht – wir können dich finden,
du Wunder des Lebens. Dir sing ich mein Lied.

Ich sing dir mein Lied, in ihm klingt mein Leben.
Die Höhen, die Tiefen hast du mir gegeben.
Du hältst uns zusammen trotz Streit und Verletzung,
du Freundin des Lebens. Dir sing ich mein Lied.

Ich sing dir mein Lied, in ihm klingt mein Leben.
Die Töne den Klang hast du mir gegeben
von Zeichen der Hoffnung auf steinigen Wegen
du Zukunft des Lebens. Dir sing ich mein Lied.

Text und Melodie aus Brasilien
deutscher Text: Fritz Baltruweit und Barbara Hustedt

 

Lekt:           Epistel : Eph 3, 14-21(die Fülle Gottes)

14 Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, 15 von dem jedes Geschlecht im Himmel und auf Erden seinen Namen hat, 16 dass er euch Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, gestärkt zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen, 17 dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne. Und ihr seid in der Liebe eingewurzelt und gegründet, 18 damit ihr mit allen Heiligen begreifen könnt, welches die Breite und die Länge und die Höhe und die Tiefe ist, 19 auch die Liebe Christi erkennen könnt, die alle Erkenntnis übertrifft, damit ihr erfüllt werdet, bis ihr die ganze Fülle Gottes erlangt habt. 20 Dem aber, der überschwänglich tun kann über alles hinaus, was wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die in uns wirkt, 21 dem sei Ehre in der Gemeinde und in Christus Jesus durch alle Geschlechter von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Lekt:           Halleluja – Gott ist König über die Völker,

Gott sitzt auf seinem heiligen Thron

                   Halleluja (gespielt)

 

Gem.:         Lied: EG 136,1 O komm, du Geist  (summen)

Zu Hause können Sie natürlich    mitsingen:(bitte nach der ersten Strophe stoppen!)

O komm, du Geist der Wahrheit,
und kehre bei uns ein,
verbreite Licht und Klarheit,
verbanne Trug und Schein.
Gieß aus dein heilig Feuer,
rühr Herz und Lippen an,
dass jeglicher Getreuer
den Herrn bekennen kann.

 

Lekt:          Evangelium: Joh 16, 12-15 (Verheißung)

12 Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen. 13 Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in aller Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. 14 Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er's nehmen und euch verkündigen. 15 Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er nimmt es von dem Meinen und wird es euch verkündigen.

                   Glaubensbekenntnis

Gem:          Lied: EG 136, 2-4     

Zu Hause können Sie natürlich    mitsingen: (bitte nach der 4. Strophe stoppen)             

2.

O du, den unser größter

Regent uns zugesagt:

komm zu uns, werter Tröster,

und mach uns unverzagt.

Gib uns in dieser schlaffen

und glaubensarmen Zeit

die scharf geschliffnen Waffen

der ersten Christenheit.

3.

Unglaub und Torheit brüsten

sich frecher jetzt als je;

darum musst du uns rüsten

mit Waffen aus der Höh.

Du musst uns Kraft verleihen,

Geduld und Glaubenstreu

und musst uns ganz befreien

von aller Menschenscheu.

4.

Es gilt ein frei Geständnis

in dieser unsrer Zeit,

ein offenes Bekenntnis

bei allem Widerstreit,

trotz aller Feinde Toben,

trotz allem Heidentum

zu preisen und zu loben

das Evangelium.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pfn:            Predigt: Jer. 31, 33-34: Der neue Bund

Liebe Gemeinde,

So spricht Gott: Das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein und ich will ihr Gott sein. Und es wird keiner den anderen lehren und sagen:“ Erkenne den Ewigen“, denn sie sollen mich alle erkennen, Klein und Groß, spricht Gott. Denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünden nimmermehr gedenken. (Jeremia 31, 33-34)

 

wozu brauchen wir einen neuen Bund? Was ist schiefgelaufen? Der Alte war doch gut, verlässlich, übersichtlich. Die Gebote und die Gottnähe, das Ziel am Ende der Zeit. Was sollte noch fehlen?

 

Jeremia predigt in die Unsicherheit der Exilsgemeinde hinein.Sie waren ja im fremden Land, unter fremder Herrschaft und umgeben von fremden Göttern.

Die Fragen wuchsen gerade himmelhoch: Wie sollte denn ein Gottesdienst ohne den Tempel in Jerusalem funktionieren? Was sollte denn werden in der Fremde? Die jungen Leute richteten sich ein oder kannten gar nichts anderes, die Glaubensgemeinde wurde kleiner und konnte sich kaum noch verständlich machen. Sie redeten von früher und wie es gewesen war.

Die Jüngeren schüttelten die Köpfe und dachten sich in die Zukunft, die ganz anderes, aber viel deutlicher vor ihnen lag.

 

Jeremia ist ein großer Tröster. Ja, es wird anders werden, sagt er, und ja, das Alte wird eine neue Form finden. Der Tempel soll in eurem Herzen sein. Er hört nicht auf, aber er gewinnt eine neue Gestalt. Ihr Jungen, hört auf die Alten, ihr Alten, seid ganz getrost, Gott ist mit seinen Visionen, mit seiner Nähe auch bei den Jungen. Es wird alles weitergehen. Es wird alles verwandelt.

Und vor allem: Ihr dürft es in Gottes Hand legen.

 

Das letztere finde ich ziemlich schwierig, aber die Zeiten…die scheinen sich ja geradezu zu wiederholen.

Manchmal ist eine gewisse Fremdheit im Kontakt mit den so genannt normalen Ungläubigen. Das fällt mir dann auf, wenn ich von einer Reise komme, von Bundesländern, oder europäischen Nachbarn, in denen der Glaube so ganz selbstverständlich mitten im Leben ist. Im Diskutieren, im Alltag oder in den Straßen der offenen Kirchen. Da geht man nach dem Supermarkt eben mal hinein, zündet eine Kerze an oder -was weiß denn ich – sagt Maria einfach mal Guten Tag. Sie wisse es ja bestimmt schon…das Kind sei ja jetzt tatsächlich wieder auf dem Weg zur Besserung. Vielen Dank auch für´s Gebet.

 

Wenn aber das Selbstverständliche einmal weg ist, wo soll es wieder herkommen?

Ob Gott da einen Plan hat? Eine Erfahrung aus alter Zeit von vor 3000 Jahren?

Oder gibt es immer wieder einen neuen Weg?

Ein Herzensbund, ein Seelenverständnis? Wen ruft er? (Und wen auch nicht?)

Das finde ich schwierig zu denken.

Und würde doch davon ein kleines Stück verstehen. Zur Freude. Und für die eigene Zuversicht…

 

Wenn wir noch einmal Jeremia zuhören, dann geht es um Erkenntnis. Und um Vergebung. Die Babylonier waren ganz verrückt nach Erkenntnis. Sie wollten den Lauf der Sterne erforschen, das Schicksal, die Naturwissenschaft. Die Ungebildeten wurden versklavt. Das schuf Freiräume für weitere Forschung. Der Turm zu Babel war ein Anreiz es eben noch einmal besser zu machen. Die Babylonier brauchten keine Götter – oder eben nur für ihre Zeremonien, Brot und Spiele für das Volk. Sie wollten selber herrschen. Im Himmel und auf Erde.

 

Auch das hört sich bekannt an. Zunächst war es die Genmanipulation zur Optimierung der Menschen. Kinderkram. Jetzt geht es um künstliche Intelligenz. Während andere noch ihr Feuerholz sammeln.

 

Da klingt es geradezu nach einer neuen Freiheit, wenn Gott die Menschen als sein Volk beansprucht. Und sie werden erkennen, dass es Gott gibt. Nicht eingebildet, sondern wirklich. Nicht weil einige das so behaupten, sondern, weil sie es selber merken. Und sie werden erschrecken, wo sie hingekommen sind mit ihrem Ehrgeiz. Wie weit sie sich entfernt haben vom Leben.

 

Und dann werden sie die Gottesnähe neu zu schätzen wissen und Gott wird sie in die Arme nehmen. Und bestimmt gilt das auch für alle, die sich nur verlaufen haben im alltäglichen Vielerlei und Arbeitsstress, in Sorgen und Ängsten und allem, was so zu erledigen ist. Wir sind ja auch nicht die, die immerzu um Gott herumschwirren und ihm Loblieder singen.

 

Wie gut ist da das Wort für unser Herz: Ihr sollt mein Volk sein und ich werde euer Gott sein. Und Johannes hat es in seiner Offenbarung doch wiederholt.

Das ist doch mal etwas, worauf wir uns freuen können.

 

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen.

 

Gem:          Lied: EG 136, 7  

Zu Hause können Sie natürlich    mitsingen:

Du Heilger Geist, bereite
ein Pfingstfest nah und fern;
mit deiner Kraft begleite
das Zeugnis von dem Herrn.
O öffne du die Herzen
der Welt und uns den Mund,
daß wir in Freud und Schmerzen
das Heil ihr machen kund.

 

Lekt:           Abkündigung, Kollekte (am Ausgang)

 

Kantor:      Musik

 

Pfn/Lekt:    Kasualien, Fürbitten

Gott,

dein Lob klingt von den Werken deiner Schöpfung:

Berge, Wasser, Pflanzen und Tiere.

Höre auch uns.

Wir danken dir für das gelungene Leben,

und für das, dem Leiden Abgerungene.

Für die Gemeinschaft, für dein Wort.

Höre uns.

Gott, wir bitten dich

Für die Elenden unserer Welt.

Für die Menschen, von denen wir wissen,

dass sie dich brauchen.

(Kasualien)

Für die, die wir liebhaben,

für die, mit denen wir es schwerhaben.

Gott, wir loben dich

In dem Glanz, der unser Leben durchleuchtet

Und es wieder zu dir hin ordnet.

Wir preisen dich, Gott,

heute

und alle Tage unseres Lebens.

 

Wir vereinen unsere Stimmen in deinem Gebet:

Vater Unser

 

Gem.: Lied:HuE 99: Meine Hoffnung (summen)

Zu Hause können Sie natürlich mitsingen:

Meine Hoffnung und meine Freude,
meine Stärke, mein Licht:
Christus meine Zuversicht,
auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht,
auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht.

Gesang aus Taizé © Ateliers et Presses de Taizé, 71250 Taizé, Frankreich

Pfn: Segen

Gott segnet dich und behütet dich.
Er lässt leuchten sein Angesicht über dir und ist dir gnädig
Er erhebt sein Angesicht auf dich und schenkt dir seinen Frieden. Amen.

Kantor: Orgelnachspiel

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